"Es ist der Rahmen, der den Bildern Leben schenkt!" Dies ist eine ebenso einfache wie weise Erkenntnis.
Jeder, der schon einmal fasziniert das facettenreiche Wechselspiel zwischen einem Bild und seiner Umgebung genossen hat, wird bemerkt haben, dass ein Bild einer subtilen und qualitätsvollen Abgrenzung geradezu bedarf, um über sie hinaus wirken zu können. Denn Bilder ruhen in sich selbst. Gemalt, gedruckt, fotografiert - jedes Bild schafft seine eigene Welt, seine eigenen Formen und Gestalten.
Bilder stehen für sich selbst, souverän und unabhängig. Sie bedürfen einer Grenze, um sich von ihrer Umwelt abzuheben, um Kontrapunkte bilden zu können. Diese Grenze ist der Rahmen.
Verschwenderisch geformt oder schlicht und funktionell ist er ein Kunstwerk, eigenständig wie das Bild, aber seinen Gesetzen unterworfen.
Ein Übergang der zu Form und Farbe gewordenen Gedanken in die dritte Dimension unseres Lebens. Der Rahmen setzt Schwerpunkte im Raum. Verbindet die Welt des Bildes mit den Gesetzen der Architektur. Schafft Zeitbrücken, zwischen dem Gestern und dem Morgen.
Wir von Wohlleb beschäftigen uns seit 1869 mit der hohen Kunst des Rahmenbauens.
Neben der spannenden Arbeit des Rahmens ergab es sich von selbst, eine rege Sammlertätigkeit von Bildern und Skulpturen zu entwickeln. Im Laufe der Jahre ist eine ansehnliche Sammlung von zeitgenössischer Kunst entstanden. Neben der laufenden Ausstellung werden von Zeit zu Zeit Künstler präsentiert, für die Gerhard Wohlleb eine Serie von Rahmen schafft. So zum Beispiel für die Künstler Helmut Kurz-Goldenstein und dessen "Africa-Zyklus", oder für Arbeiten von Rudi Holdhaus.